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CargoLifter BCS-1

Für H2 und He geeignet 

Der Ballonkran mit 1 Tonne Nutzlast

wie immer: über den gesamten Arbeitsbereich

Die Begriffe „Innovation“ oder „Meilenstein“ sind so häufig verwendete Wörter, dass wir sie normalerweise nur noch ungern benutzen. Dennoch könnten sie für diese „Revolution im Ballonbau“ zutreffen.

Gemeinsam mit Ballonbau Wörner entwickelten wir einen komplett neuen Ballon mit 13,4 Metern Durchmesser. Wieso dies nach unseren AirCrane-Testsystemen mit 18 und 22 Metern so bemerkenswert ist, sieht man dem „kleinen“ Ballon auf den ersten Blick nicht an. Seine Werte liegen eher im Inneren. Das Besondere ist das, was nicht zu sehen ist und das Spektakuläre an dem Ganzen ist, dass es eigentlich unspektakulär ist.

Mit den Tests, die bereits vom Winter 2010 bis Sommer 2011 in Netzschkau stattfanden haben wir bewiesen, dass das CargoLifter-Ballonkransystem in der Lage ist, Lasten präzise aufzuheben, zu bewegen und abzusetzen. Das funktioniert bei vergleichbaren Wind- und Witterungsbedingungen wie bei Arbeiten mit normalen Kranen. Natürlich waren die eigentlich für den stationären Passagierbetrieb konzipierten Ballone nicht optimal für einen wirtschaftlichen Einsatz als Lastenheber auf Baustellen geeignet. Teil des Testprogrammes war es, die Anforderungen an einen spezifisch für unsere Ballonkranzwecke konzipierten Ballon sowie dessen Bodeninfrastruktur inklusive Transport- und Befüll-Logistik zu definieren. Folgende Anforderungen wurden gestellt:

  • Leichte Transportierbarkeit des Gesamtsystems
  • Ein Minimum an Bodeninfrastruktur, damit der Aufbau auf der „grünen Wiese“ möglich ist
  • Schneller Aufbau des Ballons, unabhängig von der Gasbefüllung
  • Verwendung von Wasserstoff als Traggas alternativ zu Helium

Der Neue

Der Ballon wird auf einem leichten Anhänger transportiert, der zugleich als Plattform für Aufbau und Betrieb dient. Ziel ist es, das System auf einem Pickup mit diesem Anhänger sowie einem Begleitfahrzeug auch auf unwegsamem Gelände vorfahren zu können.

Bisher galt es nicht nur alle Teile des Ballons vor Ort zu haben, dazu kamen bis zu 40 Mann nebst hunderten von Sandsäcken
und natürlich möglichst kaum Wind, solange der Ballon noch nicht seine stabile aerodynamische Form hatte. Das Helium musste Wochen vorher exakt für diesen Termin bestellt sein. 

Unser neuer Ballon beruht auf einem Konzept, bei dem man den Ballon zunächst relativ schnell mit Luft befüllt, um später „in aller Ruhe“ die Gasbefüllung vornehmen zu können. Wir möchten hierzu nicht mehr Details darstellen, denn das gehört zu unserem technischen und operativen Know-how. Die Befüllung ist von vier Personen in weniger als einer Stunde zu schaffen! Ein neuartiges Gurt- und Mooringsystem sorgt für zusätzliche Sicherheit. 

Die kleine Sensation ist auch die Befüllung des Ballons mit Wasserstoff! Das Thema Wasserstoff ist zwar u.a. durch
umweltfreundliche Busse positiv besetzt, bei Ballonen poppt aber irgendwie das medial stets verwendete Bild der brennen-
den Hindenburg auf. Auch hier müssen wir auf Details verzichten. Wir bzw. Ballonbau Wörner haben den Luftfahrt-
behörden ein von Gutachtern geprüftes Konzept vorgelegt, danach den Ballon gebaut, entsprechende Lehrgänge zum
Umgang mit Wasserstoff besucht, die notwendigen Genehmigungen erhalten und nun den Ballon mit Wasserstoff befüllt.
Im Hinblick auf die operativen Kosten und die Verfügbarkeit von Helium ist die alternative Befüllung mit Wasserstoff ein ganz entscheidender Schritt für den wirtschaftlichen Einsatz des CargoLifter-Ballonkransystems.

Wir haben wirklich einen Meilenstein erreicht und eine echte Innovation im Ballonbereich eingeführt. Der 13,4-m-Ballon
hat sich als „Proof of Concept“ für größere Ballone bewährt.

  • Uplift März 2012Bericht vom ersten Aufbau unseres 13,4-Meter-Ballons für den Ballonkran CargoLifter BCS-11 MB